Die Trägerrakete Proton

Grafik der Trägerrakete Proton. Grafik: BMBWK, Wien Die Trägerrakete Proton transportiert bemannte Orbitalstationen, interplanetare Raumsonden und geostationäre Kommunikationssatelliten ins All. Die Rakete besteht, je nach Mission, aus drei oder vier Stufen (die vierte Stufe dient als Transportstufe für Raumfahrzeuge). Proton hat im erdnahen Orbit eine Nutzlastkapazität von über 70 Tonnen.

Alle Raketenstufen sind mit Einkammer-Flüssigkeitstriebwerken ausgerüstet, die sich durch hohe Leistung und kleine Abmessungen auszeichnen. Sie werden mit einer Kombination aus folgenden Propergolen angetrieben: Stickstofftetraoxid als Oxidator und Dimethylhydrazin als Brennstoff.

Die erste Stufe der Trägerrakete besitzt schwenkbare Einkammer-Flüssigkeitstriebwerke mit einer Schubkraft von insgesamt 9 MN; die zweite Stufe hat vier Triebwerke mit einem Gesamtschub von 2,4 MN. Die dritte Stufe ist mit einem Schub von 0,6 MN sowie mit einem aus vier beweglichen Düsen bestehenden Steuerungs-Flüssigkeitstriebwerk mit einem Schub von 30 kN ausgerüstet. Die Trägerrakete (ohne Nutzlast) hat eine Gesamtlänge von 44,3 m und eine maximale Breite von 7,4 m.

Die technischen Anlagen und Startkomplexe für die Trägerrakete Proton wurden bei den Raketen-Startanlagen im sowjetischen Baikonur errichtet. Die auf der Plattform stehende Trägerrakete wird über einen mobilen Wartungsturm versorgt, der auf Schienen montiert ist und vor dem Start in eine sichere Entfemung zurückgefahren wird. Das Füllen der Rakete mit Ergolen und Druckgas erfolgt vollautomatisch.